Evangelische Kirchengemeinde Burgholzhausen

Spurensuche am Montag, den 29. September 2008

Herzlich willkommen zur Spurensuche am Montag, dem 29. September 2008

Heil-sam

Heile du mich, Herr, so werde ich heil;
hilf du mir, so ist mir geholfen.
(aus dem Propheten Jeremia 17,14)

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veröffentlicht von Uta Höck am 30. September 2008
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Nachgedacht – Gemeindebrief Oktober – November 2008

nachgedacht

„Ich habe es schon öfter gesagt: Die ein gutes Leben beginnen wollen, die sollen es machen wie einer, der einen Kreis zieht. Hat er den Mittelpunkt des Kreises richtig angesetzt und steht der fest, so wird die Kreislinie gut. Das soll heißen: Der Mensch lerne zuerst, dass sein Herz fest bleibe in Gott, so wird er auch beständig werden in alle seinen Werken.“
Meister Eckehart

Ich erinnere mich noch genau, wie wir in der Schule zum ersten Mal einen Zirkel benutzen sollten. Es war gar nicht so leicht damit sicher umzugehen. Manch einer hat die eiserne Spitze des Zirkels zu fest ins Heft gedrückt und damit einen Loch in den Holztisch gebohrt, was unserer Lehrerin nicht besonders gefiel.

Das Piksen mit dem Zirkel hat uns Spaß gemacht, gerade weil es auch immer ein bisschen gefährlich war. Ziel dieser ganzen Übung war es einen Kreis ins Heft zu bekommen, und zwar einen perfekten. Dazu mussten wir aufpassen, dass die Spitze des Zirkel fest verankert war, so dass sie nicht so schnell verrutschen konnte. Um diese Mitte herum wurde dann der Kreis mit viel Schwung gezogen. Ehrlich gesagt, auf Anhieb ist das den meisten Mitschülern und auch mir nicht gelungen. Nicht alle Kreise sind so rund geworden, wie man sie sich vorstellt, manche mussten immer wieder neu ansetzen, oder die Bleistiftspitze am anderen Zirkelbein ist abgebrochen. Es hat einige Zeit gedauert bis wir mit dem Zirkel umgehen konnten. Später haben wir dann mit seiner Hilfe sogar schöne gleichmäßige Kunstwerke hervorbringen können.

Nun weiß ich nicht genau ob jener mittelalterliche Mystiker Meister Eckehart ähnliche Erfahrungen im Umgang mit einem Zirkel gemacht wie ich damals, aber vermutlich hat ihn die Erinnerung daran auch nicht los gelassen, so dass er später das Leben selbst mit dem Ziehen eines Kreises verglichen hat. „Wer ein gutes Leben haben will,“ meint Meister Eckehart, „der soll es machen, wie einer, der einen Kreis zieht.“ Er braucht zuerst einen „Ich habe es schon öfter gesagt: Die ein gutes Leben beginnen wollen, die sollen es machen wie einer, der einen Kreis zieht. Hat er den Mittelpunkt des Kreises richtig angesetzt und steht der fest, so wird die Kreislinie gut. Das soll heißen: Der Mensch lerne zuerst, dass sein Herz fest bleibe in Gott, so wird er auch beständig werden in allen seinen Werken.“ Meister Eckehart festen Mittelpunkt, von dem aus sich alles andere ergibt. Für Meister Eckehart ist Gott dieser Mittelpunkt, in dem alles andere Raum und Zeit findet. Dieser Gedanke ist faszinierend, denn von diesem einen Mittelpunkt aus, könnte man die ganze Welt entwerfen. Im Grunde wäre damit alles gegeben und vorherbestimmbar. In der Wissenschaft forschen wir danach. Wir fragen danach, was die Welt und das Leben im Innersten zusammenhält. Sicher es wäre schön, wenn wir auf alle diese Fragen verfügbare Antworten hätten, aber je länger ich darüber nachdenke, um so mehr weiß ich, dass dieser Mittelpunkt des Lebens Gott allein vorbehalten ist. Er ist unverfügbar. Und deshalb sind auch unsere Lebenslinien nicht so kreisrund, wie sie Meister Eckehart und manchen Zeitgenossen vorschweben.

Wir ziehen Kreise, soviel ist gewiss, inwieweit es aber dabei einen Mittelpunkt gibt, dem wir verpflichtet sind, und der auch anderen gegenüber erkennbar ist, zerfließt leider allzu oft im Auf und Ab des Lebens. Die Mittel des Lebens, der zentrale Angelpunkt, der rote Faden liegt leider nicht immer offen zu Tage, so dass man mit dem Finger auf ihn deuten könnte, aber auch da wo er scheinbar fehlt, ist es Gott, der zusammenhält, was wir nicht zusammenkriegen können. Wir können Kreise ziehen, aber es liegt an Gott alle Dinge nach seinem Wohlgefallen zu ordnen. In diesem Spektrum mag auch das Ungerade und Widersprüchliche seinen Raum finden, der Sünder wie der Gerechte.

Herzliche Grüße

Ihr Pfarrer Peter Lehwalder

veröffentlicht von Jutta Knorr am 30. September 2008
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Schwerter zu Pflugscharen

In den letzten Tagen aber wird der Berg, auf dem Gottes Haus steht, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben.

Und die Völker werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des Herrn gehen und zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln!

Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Ländern. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen.

Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken.

Denn der Mund des Herrn Zebaot hat es geredet.

Micha 4,1-4

Soweit, daß niemand mehr lernt, Krieg zu führen, und aus allen Schwertern Pflugscharen gemacht werden, sind wir leider noch lange nicht.
Und doch hat dieses Wort aus der Bibel von vor ca. 2800 Jahren auch in unseren Zeiten seine Wirkung entfaltet und war ein kleiner Baustein auf dem Weg zum Ende des kalten Krieges und der Teilung Europas.
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veröffentlicht von Jutta Knorr am 29. September 2008
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Dr. Volker Jung wird neuer Kirchenpräsident

Kirchensynode wählt Vogelsberger Dekan ins Leitungsamt

Lesen hierzu den Artikel der EKHN.

veröffentlicht von Jutta Knorr am 27. September 2008
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Gottesdienst zum Erntedankfest am 5. Oktober 2008 mit anschließendem Kirchencafé

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20. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, den 5. Oktober 2008, um 9.45 Uhr

in der Evangelischen Kirche

Die Lesung steht im Lukasevangelium, Kapitel 12, Verse 15-21.

Im Anschluss daran findet in der Kirche ein Kirchencafé statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen.

veröffentlicht von Uta Höck am 27. September 2008
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Interkulturelle Woche vom 28. September bis 4.Oktober 2008 – Gemeinsames Wort der Kirchen 2008

„Teilhaben – Teil werden!“

„Teilhaben – Teil werden!“ lautet das Motto der Woche der ausländischen Mitbürger/Interkulturelle Woche. Es knüpft an eine Glaubenseinsicht an, die im Neuen Testament in die Worte gefasst ist: „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, ein Bau, erbaut auf dem Grund der Apostel und Propheten, in dem Jesus Christus der Schlussstein ist“ (Epheser 2, 19f). Der Epheserbrief möchte deutlich machen, dass auch die ehemaligen Nicht-Juden, also Heiden nach damali-gem Sprachgebrauch, genauso wie die ehemaligen Juden, die zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben, in gleicher unteilbarer Weise zur Kirche Jesu Christi gehören. Jenseits aller Unterschiede von Herkunft, Geschlecht, sozialer Schicht und kultureller Verschiedenheit sind sie durch Jesus Christus zu einem gemeinsamen Bauwerk zusammengefügt. Ebenso haben auch heute Christen und Christinnen unabhängig von ihrer nationalen oder kulturellen Herkunft Teil an der weltweiten ökumenischen Gemeinschaft derer, die sich zu Jesus Christus als ihrem Herrn und als Heiland der Welt bekennen.

Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche / Woche der ausländischen Mitbürger

Den ganzen Artikel finden Sie hier

veröffentlicht von Uta Höck am 26. September 2008
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Gemeindebrief Oktober – November 2008

Gemeindebrief Oktober bis November 2008 Sie finden in unseren Gemeindebriefen Informationen über Veranstaltungen und die Geburtstage unserer Gemeindeglieder. Wir veröffentlichen die Gottesdiensttermine und geben unter der Rubrik Freud und Leid Auskunft über Beerdigungen, Trauungen und Taufen in unserer Gemeinde. Am Anfang steht immer eine theologische Deutung.

Gemeindebrief Oktober – November 2008

Zum Lesen des Gemeindebriefes benötigen Sie den Adobe-Reader.
Sie können ihn hier herunter laden.

veröffentlicht von Uta Höck am 25. September 2008
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Nachgedacht – Gemeindebrief Oktober-November 2008

nachgedachtIch erinnere mich noch genau, wie wir in der Schule zum ersten Mal einen Zirkel benutzen sollten. Es war gar nicht so leicht damit sicher umzugehen. Manch einer hat die eiserne Spitze des Zirkels zu fest ins Heft gedrückt und damit einen Loch in den Holztisch gebohrt, was unserer Lehrerin nicht besonders gefiel.
Das Piksen mit dem Zirkel hat uns Spaß gemacht, gerade weil es auch immer ein bisschen gefährlich war. Ziel dieser ganzen Übung war es einen Kreis ins Heft zu bekommen, und zwar einen perfekten. Dazu mussten wir aufpassen, dass die Spitze des Zirkel fest verankert war, so dass sie nicht so schnell verrutschen konnte. Um diese Mitte herum wurde dann der Kreis mit viel Schwung gezogen. Ehrlich gesagt, auf Anhieb ist das den meisten Mitschülern und auch mir nicht gelungen. Nicht alle Kreise sind so rund geworden, wie man sie sich vorstellt, manche mussten immer wieder neu ansetzen, oder die Bleistiftspitze am anderen Zirkelbein ist abgebrochen. Es hat einige Zeit gedauert bis wir mit dem Zirkel umgehen konnten. Später haben wir dann mit seiner Hilfe sogar schöne gleichmäßige Kunstwerke hervorbringen können.
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veröffentlicht von Jutta Knorr am 25. September 2008
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Äskulapzeichen ( Schlange an Stange) – Zeichen des Lebens

Zeichen für den Arztberuf ist nach wie vor die Schlange, festgebunden an einer Stange. Das geht auf eine alte Geschichte zurück, die in 4. Mose 21, 5-8 aufgezeichnet ist. Danach schimpften die Israeliten auf ihrer Pilgerschaft zum Gelobten Land auf Gott, der ihnen nur elende Speise gab. Darauf erhielten sie die Schlangen dazu, die sie stachen. Jeder Gestochene sollte und konnte überleben, wenn er die eherne Schlange ansah, die festgebunden war.

Das Symbol ist klar: wie die Schlange gefesselt ist, so auch ihr Gift. Es bleibt wirkungslos. Der Gebissene, der Gescheiterte, überlebt, erhält Lebensfülle.

Sollte man auch das Kreuzsymbol so verstehen? Am Kreuz hängt der vom Leben Erniedrigte, der Gescheiterte. Doch das Scheitern endet, statt seiner schenkt Gott Lebensfülle, Auferstehen, Gelingen. Damit das kein bloßer Gedanke bleibt, musste einer scheitern und auferstehen. Tatsächlich, wenn auch etwas anders, auferstehen, als mit dem alten Leib. So könnte man die Berichte über Jesu auferstehen
jedenfalls verstehen.

Für diese Deutung des Kreuzsymbols sprechen auch Markus 16, 18+18 sowie Johannes 3, 14. Wer auch immer sich als gescheitert erlebt, kann hoffen: Gott bleibt der Allmächtige, auch wenn er für uns unsichtbar ist.

Gerd Neubronner

veröffentlicht von Jutta Knorr am 24. September 2008
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Spurensuche am Montag, den 22. September 2008

Herzlich willkommen zur Spurensuche am Montag, dem 22. September 2008

Schlussakkord

Später aber reute es ihn,
und er ging doch.
(aus dem Evangelium nach Matthäus 21,30)

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veröffentlicht von Uta Höck am 23. September 2008
in Spurensuche | 0 Kommentare