Evangelische Kirchengemeinde Burgholzhausen

„Lernen muss man mit dem ganzen Körper.“

Wie der Elsässer Pfarrer Oberlin den Kindergarten erfand und ein ganzes Tal revolutionierte

Der Darmstädter Dichter und Sozialrevolutionär Georg Büchner hat nie einen Kindergarten besucht. Dessen Erfinder Johann Friedrich Oberlin aber setzte er ein literarisches Denkmal: In einer Erzählung beschrieb er, wie sich der Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz Anfang 1778 für drei Wochen im Pfarrhaus der Oberlins im elsässischen Waldersbach einquartiert. Und dort, da an Schizophrenie erkrankt, ein wenig Verwirrung stiftet. Nur vorübergehend kann Oberlins Nähe den aufgewühlten jungen Mann beruhigen. Die Schilderung legt eine wesentliche Eigenschaft Oberlins offen: die des leidenschaftlichen Seelsorgers.

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veröffentlicht von Uta Höck am 28. Februar 2009
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Nachgedacht – Gemeindebrief März-April 2009

nachgedacht Liebe Gemeinde,

seit Anfang Februar hat mich Dekan Michael Tönges-Braungart in Friedrichsdorf/Stadt zu Vertretungsdiensten eingeführt. Das bedeutet im Gegenzug für die Kirchengemeinde Burgholzhausen, dass eine halbe Pfarrstelle wegfällt. Ich stehe also in Burgholzhausen nur noch mit einer halben Stelle zur Verfügung. Mit der anderen Hälfte arbeite ich jetzt für den Gemeindebezirk Schäferborn-Römerhof der Friedrichsdorfer Kirchengemeinde.

Sie können sich vorstellen, dass der Spagat zwischen zwei Gemeinden keine leichte Aufgabe ist. Immer wieder wird es zu entscheiden gelten, für wen ich Zeit habe, und für wen nicht. Wir müssen mit Verlusterfahrungen leben lernen, ohne dabei zu resignieren. Das gilt für unsere Kirchengemeinden in Burgholzhausen genauso wie für die Friedrichsdorfer Kirchengemeinde und am Ende natürlich auch für mich selbst als Gemeindepfarrer. Meine Zeit ist begrenzt, ich kann nur an einem Ort sein und ich habe nur zwei Hände. Wenn ich also neue Aufgaben in einer Gemeinde annehme wird es auf Dauer nur gelingen, wenn ich dafür auf der anderen Seite von anderen Dingen entlastet werde. Es kommt also darauf an Schwerpunkte zu setzen und Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Wir sollten uns in unseren Gemeinden und Kirchenvorständen darüber verständigen, was jede Gemeinde braucht, was sie vielleicht bräuchte und was nicht unbedingt. Abgesehen davon ist es natürlich immer möglich dass ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Begabungen in die Gemeindearbeit einbringen und eigene Akzente setzen.

Ich weiß, über Reduzierungen denkt keiner gerne nach, im Gegenteil, am liebsten würde eine Kirchengemeinde alle denkbaren Arbeitsfelder abdecken, aber nicht alles was wir uns wünschen ist machbar, und nicht alles, was wir uns wünschen ist nötig. Die Resourcenknappheit und der demographische Wandel in unserer Gesellschaft der Kirche, zwingen uns umzudenken und neue Wege zu gehen. Wie alle großen Unternehmen setzt auch die Kirche auf Kostensenkung und auf die Reduzierung des Personals. Fusionen und Kooperationen sollen die einzelnen Kirchengemeinden und Dekanate dagegen wieder handlungsfähig machen. Ob diese Strategie am Ende wirklich weiter führt, mag dahingestellt sein. Wichtig aber ist für uns hier in Friedrichsdorf, dass wir unsere Kräfte bündeln und uns nicht verzetteln.

Wir müssen lernen über unseren eigenen Kirchturm hinauszuschauen auf das ganze unserer Kirche. Kooperationen von Gemeinden bzw. gemeinsame Projekte sind glaube ich zukunftsfähiger als Besitzstandswahrung und Abgrenzung. Unsere ganze Welt befindet sich  in einem rasanten Wandel. Alles, was geschieht, geschieht immer schneller und reißt uns mit. Die Herausforderungen des 21. Jhdts. werden wir nur lösen können wenn wir bereit sind abzugeben und uns selbst begrenzen. Dazu gehört es Misstrauen abzubauen und zusammen zu arbeiten, in dem Wissen, dass wir alle auf den gleichen blauen Planeten, unsere Mutter Erde, angewiesen sind.

Auch die Kirche Jesu Christi ist unteilbar; wo wir uns die Hände reichen und uns auf Augenhöhe begegnen wird sie  erfahrbar und wir spüren ihren guten Geist.

Herzliche Grüße
Pfr. Peter Lehwalder

veröffentlicht von Jutta Knorr am 27. Februar 2009
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Gemeindebrief März – April 2009

gembrief-maer-apr2009 Sie finden in unseren Gemeindebriefen Informationen über Veranstaltungen und die Geburtstage unserer Gemeindeglieder. Wir veröffentlichen die Gottesdiensttermine und geben unter der Rubrik Freud und Leid Auskunft über Beerdigungen, Trauungen und Taufen in unserer Gemeinde. Am Anfang steht immer eine theologische Deutung.

Gemeindebrief März – April 2009

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veröffentlicht von Uta Höck am 27. Februar 2009
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Bad Homburger Tag der Armut: „Den Gürtel enger schnallen?“

Bad Homburg, 7. März 2008. Normalerweise beziehen Politik, Kirche und Hilfsorganisationen zum Thema „Armut“ Stellung. Dagegen werden Interessierte am 7. März beim „Bad Homburger Tag der Armut“ auf einen Psychiater, den Präsident der Homburger Turngemeinde sowie auf den Vorstand der Herbert- Quandt- Stiftung in der Bad Homburger Dorotheenstraße 17 (Gemeindehaus St. Marien) treffen. Der Fernsehmoderator Meinhard Schmidt- Degenhardt moderiert die Veranstaltung unter dem Motto „Den Gürtel enger schnallen?“.

Programmfaltblatt zum Tag der Armut

veröffentlicht von Uta Höck am 27. Februar 2009
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Gottesdienst am Sonntag, den 1. März 2009

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Gottesdienst

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Sonntag, den 1. März 2009, um 9.45 Uhr

in der Evangelischen Kirche

Die Lesung steht im Ersten Buch Mose, Kapitel 3, Verse 1-19.

veröffentlicht von Uta Höck am 27. Februar 2009
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„E-WIE-EVANGELISCH“ – Fasten

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Fasten – ein weiter Raum
Aschermittwoch bis Ostern: Von der Freiheit eines Fastenmenschen
Videoclip aus der Reihe e-wie-evangelisch

Am Aschermittwoch beginnt die Passionszeit. Sie ist gleichzeitig die große Fastenzeit der christlichen Kirchen. Sieben Wochen dauert die Zeit, die geprägt ist von der Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu. Gleichsam um dies am eigenen Leibe mit zu vollziehen ist das Fasten ein gutes, bewusstes Zeichen. Fasten, das heißt erstmal Verzicht, so ist der erste Gedanke. Aber stimmt das? Nach evangelischem Verständnis eröffnet Fasten einen weiten Raum – nach außen wie nach innen.

Hier geht’s zum Video.

veröffentlicht von Uta Höck am 26. Februar 2009
in „E-WIE-EVANGELISCH“, Jungschar, Kindergottesdienst, Konfirmanden, Leben im Glauben | 0 Kommentare

EKD appelliert an EU-Innen- und Justizminister: Häftlinge aus Guantánamo aufnehmen

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Die EKD fordert von den europäischen Justiz- und Innenministern ein klares Signal für die Aufnahme unschuldig Inhaftierter aus dem Gefangenenlager Guantánamo. Dahingehend äußerten sich der Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Bernhard Felmberg, und die Präses der Synode der EKD, Barbara Rinke. „Menschen, die vom Vorwurf des Terrorismus befreit und im Falle einer Rückkehr in ihre Herkunftsländer an Leib und Leben bedroht sind, müssen in Europa aufgenommen werden“, sagte Felmberg.

Lesen Sie dazu den Artikel der EKD vom 24.02.2009

Beschluss zur Schließung des Gefangenenlagers

veröffentlicht von Uta Höck am 25. Februar 2009
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Spurensuche am Montag, den 23. Februar 2009

Herzlich willkommen zur Spurensuche am Montag, dem 23. Februar 2009

Umkehr

Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
(aus dem Evangelium nach Markus 1,15)

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veröffentlicht von Uta Höck am 24. Februar 2009
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60 Jahre Weltgebetstag

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Viele sind wir, doch eins in Christus

Am Weltgebetstag stehen Frauen aus Papua-Neuguinea im Mittelpunkt
Frauenprojekte werden mit Kollekten unterstützt

Atemberaubende, urzeitlich anmutende Gebirgspanoramen und rauschende Wasserfälle scheinen paradiesische Zustände auf Papua-Neuguinea zu versprechen. Doch der Inselstaat hat auch die weltweit zweithöchste Rate an häuslicher Gewalt, von der vor allem Frauen betroffen sind. Auf ihre Lebenssituation macht nun der ökumenische Weltgebetstag am 6. März 2009 aufmerksam, für den Frauen aus Papua-Neuguinea die Gottesdienstordnung vorbereitet haben. In Vorbereitungstreffen haben im Anschluss zahlreiche Frauengruppen aus Hessen und Nassau überlegt, wie sie am besten die Weltgebetstagsordnung umsetzten können. Mit den Kollekten aus den Gottesdiensten werden Frauenprojekte überall auf der Welt und in Papua-Neuguinea unterstützt. Insgesamt wird der Tag in 170 Ländern der Erde jedes Jahr am 1. Freitag im Jahr von vielen christlichen Konfessionen gefeiert. 2009 findet er zum 60. Mal in Deutschland statt, im Jahr 1949 wurde der erste Gottesdienst auf Initiative von Dr. Antonie Nopitsch gefeiert.

veröffentlicht von Uta Höck am 23. Februar 2009
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Ruth Lapide: «Gott ist kein Polizist»

Ruth Lapide: «Gott ist kein Polizist»

Von Olivera Gligoric-Fürer

Friedrichsdorf. «Heinrich Heine war jüdisch beschnitten, evangelisch getauft und katholisch getraut», zählte Ruth Lapide auf. «Haben Sie das gewusst?» Rund 90 Minuten lang hat die Historikerin und Religionswissenschaftlerin im evangelischen Gemeindehaus Friedrichsdorfs über das Thema «Juden und Christen im Dialog: Das Alte Testament» gesprochen. Dabei hat sie gehörig aufgeräumt: Mit den Zehn Geboten, mit den Israeliten als dem auserwählten Volk, mit Adam und Eva und mit den fragwürdigen Übersetzungen der Bibel aus dem Hebräischen ins Deutsche. Eingeladen zu dem Gespräch hatten sie der Gesprächskreis «Contact» und die «Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden Friedrichsdorfs» (ACGF).

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veröffentlicht von Uta Höck am 21. Februar 2009
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