Eine moderne Definition von Familie ist: sie ist überall da, wo Kinder sind! Dort kann Glaube erfahren oder vorenthalten werden. Wir hören in der Presse von erstaunlichen, erschreckenden Verhalten von Eltern mit ihren Kindern. Gewaltsamer Sex, Misshandlungen, Tötung. Seltener hören wir von der großartigen Rolle z.B. der Großmütter, die Zeit für ihre Enkel haben, Vorbild im guten Sinne sind.
Die Kirche sollte ganz gezielt Kontakt zu den Bezugspersonen von Kindern suchen. Sie in ihrer Rolle, Glauben zu stiften, ermuntern. Das Wichtigste ist natürlich, ohne viel Worte den Glauben vorleben. Zum Beispiel durch Übereinstimmung von Wort und Tat. Durch Selbstlosigkeit. Aber auch Worte sind gelegentlich nötig: z.B. das Tischgebet. Oder eine Erläuterung zu Problemen des Glaubens. Wie ist es mit Allversöhnung? Kann Gott alle zu sich zurückführen, ggf. wie?
Im praktischen Leben der meisten spielt der Glaube eine nachgeordnete Rolle. Das täuscht darüber hinweg, dass für alle Menschen die Hoffnung von zentraler Bedeutung ist. Glaube ist Hoffnung. Langfristig hat der Glaube beste Aussichten!
Gerd Neubronner
11/ 2008
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Gerd
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20. November 2008
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Zeichen für den Arztberuf ist nach wie vor die Schlange, festgebunden an einer Stange. Das geht auf eine alte Geschichte zurück, die in 4. Mose 21, 5-8 aufgezeichnet ist. Danach schimpften die Israeliten auf ihrer Pilgerschaft zum Gelobten Land auf Gott, der ihnen nur elende Speise gab. Darauf erhielten sie die Schlangen dazu, die sie stachen. Jeder Gestochene sollte und konnte überleben, wenn er die eherne Schlange ansah, die festgebunden war.
Das Symbol ist klar: wie die Schlange gefesselt ist, so auch ihr Gift. Es bleibt wirkungslos. Der Gebissene, der Gescheiterte, überlebt, erhält Lebensfülle.
Sollte man auch das Kreuzsymbol so verstehen? Am Kreuz hängt der vom Leben Erniedrigte, der Gescheiterte. Doch das Scheitern endet, statt seiner schenkt Gott Lebensfülle, Auferstehen, Gelingen. Damit das kein bloßer Gedanke bleibt, musste einer scheitern und auferstehen. Tatsächlich, wenn auch etwas anders, auferstehen, als mit dem alten Leib. So könnte man die Berichte über Jesu auferstehen
jedenfalls verstehen.
Für diese Deutung des Kreuzsymbols sprechen auch Markus 16, 18+18 sowie Johannes 3, 14. Wer auch immer sich als gescheitert erlebt, kann hoffen: Gott bleibt der Allmächtige, auch wenn er für uns unsichtbar ist.
Gerd Neubronner
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24. September 2008
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Aus: Biblische Zeitschrift 2008, Seite 174-200- von Nordsieck.
Reinhard Nordsieck analysiert im Juni 2008 den Aufbau der 114 “Logien” nach dem Muster von H.Schürmann, der das 1991 für die Spruchquelle Q gemacht hat. Damit stellt er sich gegen den Marburger Theologen Bultmann, der 1970 von einer zusammenhanglosen Aufreihung sprach. Er findet
so Spruchpaare, die sich zu sieben Themen verbinden. An den Scharnieren der Themen fallen ihm vertiefte Aussagen auf, die er für spätere Zusätze hält. Als Beweis für die literarische Bearbeitung führt er die vielen Dubletten an, also verkürzte Textwiederholungen.
Als literarischer Autor der Spruchpaare (älteste Schicht) sieht er Jakobus ( bis 62 n.Chr. für zwei Jahrzehnte Leiter der Jerusalemer Urgemeinde) und natürlich Thomas (den Apostel) an, entsprechend Logien 12 und 13.
Die Ketzer-Verdächtigungen für den Text erledigt er mit zwei zutreffenden Bemerkungen ( keine Merkmale einer typisch gnostischen Mythologie und keine Sexualfeindschaft).
Nordsieck fasziniert besonders Logion 2 und 3 , mich besonders Logion 84. Letzteren bewertet er als “ deutero-thomasisch”. Darin liegt ein Vergleich mit Deutero-Jesajas vor, dessen Kapitel 40-66 im Jesajasbuch ja ein Höhepunkt im Alten Testament darstellt; nämlich weiterführende Gedanken enthalten.
Die vollständigen 114 Logien sind 1945 in einer koptischen Übersetzung in Ägypten aufgefunden worden. Nachdem wir in Deutschland seit 1949 das Menschenrecht der Glaubensfreiheit in der Verfassung haben, ist es jedem Christen überlassen, selbst herauszufinden, ob es sich bei den Thomaslogien um eine zulässige und weiterführende Ergänzung des Neuen Testamentes handelt ?
6.9.2008 Gerd Neubronner
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19. September 2008
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Im März 2008 hat sich das Kirchenpräsidium der Evangelischen Kirche
in Hessen ( EKHN) zum Sühnopferdogma geäußert. Es verteidigte diese
Deutung der Kreuzigung Jesu als eine von mehreren möglichen. Damit
sei der christliche Glaube welthaltig. In der Welt sei Gewalt üblich, um zu
überleben.
Im Verhältnis Eltern- Kinder stimmt das nicht. Die Eltern geben den Kindern
freiwillig ab, damit diese wachsen und gedeihen. Als Schöpfer hat Gott die
Gewaltanwendung in der Welt zwar ermöglicht, nicht aber geheiligt.
An der Argumentation der Kirchenleitung ist lediglich richtig, dass das
Zeugnis Jesu erst dadurch ganz überzeugt, dass er mit seinem Leben dafür
einstand. Dagegen ist die Annahme, “ Gott sei Mensch geworden”, eine
vereinfachende Übertreibung. Richtig ist, dass Gottes liebstes Kind Mensch
geworden ist. Gott selbst umfasst alles und lenkt auch alles. Das könnte er nicht
als Gekreuzigter. Jesus hat mit seinem Leben, Sterben und Auferstehen Gottes
Zuneigung zu uns verkündet.
26.8.2008 Gerd Neubronner
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27. August 2008
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Blickt man von Friedrichsdorf auf den Taunuskamm, so sieht man vom Stadtteil Burgholzhausen aus nah beieinander, Großen und Kleinen Feldberg. Links davon erhebt sich, etwas niedriger, der abgetragene Quarzit-Kegel des Altkönigs. Er ist die drittgrößte Erhebung des Taunuskamms. Insofern passt er gut zu Friedrichsdorf, der drittgrößten Stadt des Hochtaunuskreises. Auch wenn die Entfernung Oberursel-Hohemark zum westlich davon liegenden Altkönig viel geringer ist, nur rund 4 km Luftlinie.
Wie lässt sich der Name Altkönig erklären?
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Gerd
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25. Mai 2008
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In unserer rastlosen Zeit des relativen Wohlstandes, der ständigen Veränderung, wächst die Vereinsamung, die Zersplitterung, zerstörerische Spannung. Wie kommt die Aufwärtsspirale in Gang, wie die Zerfallsspirale? Wir hören betroffen von Eltern in den neuen und auch alten Bundesländern, die ihre eigenen Kinder verderben lassen.
Durch Hunger, Durst, durch Schläge, durch Vernachlässigung.
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Gerd
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14. Februar 2008
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Der Erlenbach, unterhalb des Ortskerns gelegen, bietet ein gänzlich unterschiedliches Bild sommers und winters. Im Sommer klar, flach, langsam, im Winter braun oder grau, voll und rauschend. Er gehört letztlich zum Rhein, in dessen Wasser er über Nidda und Main fließt. Also zu einem internationalen Gewässer. Er ist ein Stück Natur am Rande unserer menschlich geformten, beherrschten Umwelt.
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Gerd
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8. Dezember 2007
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Poetische Sprache enthält oft mehr, als der Verfasser sich dabei bewusst gedacht hat. So scheint es mit Psalm 19, 2+4 zu sein. Alle Sterne am Himmelszelt hätten eine eigene Stimme. Die Astrophysiker können tatsächlich aus dem Blinken und Funkeln der Sterne die physikalische Zusammensetzung des Sternes ersehen. Jeder Stern, ob groß oder klein, ist etwas Besonderes. Wenn das schon für unbeseelte Sterne zutrifft, wie viel mehr dann für uns Menschen!
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Gerd
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26. November 2007
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Jeden Tag sterben Menschen in unserer Nachbarschaft. Die Zeitung veröffentlicht die Todesanzeige. Doch der Sterbeprozess ist meist lange und einsam. Zuerst werden wir aus dem Berufsleben ausgemustert. Manchmal gehen wir gerne, manchmal gezwungen.
Nach einem Jahrzehnt beginnt das hohe Alter. Es schwinden Schönheit und Gestalt, es verlassen uns Bekannte und Verwandte, uns im Wege voraus. Mit unseren Meinungen und Vorlieben geraten wir zusehends ins Abseits. Gebrechen treten auf: wir sehen oder hören schlechter, das Gehen fällt uns immer schwerer. Je älter wir werden, desto geringer wird unsere Selbstwerteinschätzung, nach Umfragen auch oft die Zukunftshoffnung.
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Gerd
Neubronner am
24. Oktober 2007
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In den vergangenen zehn Jahren erfolgten mindestens sieben demoskopische Umfragen über den Glauben der 75 Millionen Deutsche. Nicht befragt wurden 7 Millionen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Zu sechs Themen ist eine Tendenz erkennbar. Zu zwei weiteren Themen erfolgten 2006 zusätzliche Antworten.
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Gerd
Neubronner am
22. August 2007
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