Beim Betreten der Turnhalle fiel als erstes der festlich ausgestatte Rahmen auf und akustisch die Begrüßung durch die musikalische Untermalung des Bläserchores. Viele Blumen zierten die Tische und zusätzliche Sträuße die Bühne. Wie immer war die Kuchentheke reich bestückt und Waffeln, Brezeln und natürlich der gute Kaffee luden alle Besucher zum Verweilen ein.
Zum Auftakt des Festes kündigte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes Herr Heinrich Loy eine Umfrage unter den Kirchenmitgliedern an, um über weitere gewünschte Aktivitäten, über die vielfältig bereits bestehenden, für das Gemeindeleben informiert zu werden.
Das Gemeindefest wurde fortgeführt mit einer Andacht von Pfarrer Peter Lehwalder, der die Besucher an Hand einer Geschichte von zwei Blumen dazu aufforderte, ihr Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Gemeinsam wurden am Anfang und Ende der Andacht zwei Lieder gesungen.
Danach begannen einige Konfirmanden mit dem Verkauf der Lose für die Tombola und später auch für das Bingospiel. Beides gehört zur Tradition des Festes und bis zur letzten gezogenen Zahl bleibt die Spannung und die Hoffnung auf „Bingo“ . Hierbei ist nicht der Wert des Preisen alleine ausschlaggebend, sondern die gemeinsame Spannung und das Mitfiebern wenn einer der „jüngeren Gemeindemitglieder“ wieder einen Ballon zum Platzen bringt und die nächste Zahl ankündigt..
Zwischendurch gab es Darbietungen unserer Flötenkreise die mit viel Beifall bedacht wurden, und die „kleineren“ wurden beim Malen und Basteln betreut.
Der Reinerlös fließt wieder in das Budget für den geplanten Kirchenanbau. Hier freut man sich über jede Beteiligung, der Anbau wird ca. 130.000 Euro kosten von denen trotz Kirchenzuschüssen die Gemeinde Ihren Teil dazu beitragen muss.
Zum Schluss meines kurzen Eindruckes ein Dank an alle Helfer, die wieder mitgewirkt haben und an alle Spender für Tombola- und Bingopreise, Kuchen u.s.w.
Text: J. Nau
Bilder: F. Höck und A. Pfeifer
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Kirche baut für 130 000 Euro an
Neues Gebäude mit Mehrzweckraum, Toiletten und behindertengerechtem Zugang zur Kirche geplant
Von Olivera Gligoric-Fürer
Besucher feierten mit beim Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde Burgholzhausen. Der Reinerlös von 1100 Euro fließt in den geplanten Kirchenanbau.
Burgholzhausen. Es tut sich was in der evangelischen Kirchengemeinde in Burgholzhausen. Diese Botschaft kam anlässlich des Gemeindefestes in der Turnhalle «Am Sauerborn» zu Tage. «Was wünschen wir uns noch für unser Gemeindeleben», fragte Heinrich Adam Loy, Vorsitzender des Kirchenvorstands. Er kündigte damit eine Umfrageaktion für das kommende Frühjahr an.
«Wir organisieren schon Kindergottesdienste, Spielkreise und Seniorennachmittage», schloss Loy an. Doch wie erreiche man beispielsweise die Jugendlichen und sind die Gemeindemitglieder wirklich zufrieden mit dem bestehenden Angebot? Diese und zahlreiche weitere Fragen hofft der Kirchenvorstand mittels der Fragebögen klären zu können.
Außerdem sei der Kirchenanbau ebenfalls für das Frühjahr vorgesehen, berichtete Loy weiter. Geplant sind ein Mehrzweckraum mit Toiletten sowie ein behindertengerechter Zugang zur Kirche. Auf 130 000 Euro werden die Kosten des Anbaus geschätzt, so Loy. Daher fließen unter anderem auch die Einnahmen des Gemeindefestes in das Projekt – immerhin 1100 Euro.
Posaunenchor
Und noch eine weitere Neuerung erwartete die Besucher: «Es handelt sich bei dem Gemeindefest um eine kirchliche Veranstaltung», betonte der Vorsitzende, drum wurde das Fest zum ersten Mal mit einer Andacht, gesprochen von Pfarrer Peter Lehwalder, eröffnet. Der Pfarrer munterte die Besucher anhand einer Metapher dazu auf, ihr Leben aktiv in die Hand zu nehmen und zu genießen. Das befolgten die Besucher an diesem Nachmittag ausgiebig. Sie nutzten die Gelegenheit zum Plausch bei Kaffee, Kuchen oder Waffeln. Dann lauschten sie den Darbietungen des Posaunenchors, der beachtlich gewachsen ist, wie Leiterin Veronika Heckel erzählte. Zu Weihnachten vor vier Jahren sei der erste öffentliche Auftritt gewesen: «Wir waren nur zu dritt», lachte Heckel. Und jetzt zählt der Posaunenchor 12 Bläser jeden Alters. «Neuzugänge sind jederzeit erwünscht», betonte Heckel, die darüber hinaus auch Mitglied des Kirchenvorstands ist.
Die Flötengruppe unter der Leitung von Annette Hannappel begeisterte ebenfalls mit schwungvollen Melodien und Doris Schiepan bastelte mit dem Nachwuchs weihnachtliche Dekorationen und Lesezeichen oder bemalte Platzdeckchen. Die Tombola gehörte ebenso zum Gemeindefest wie das Bingospiel. Letzteres ist vermutlich sogar der heimliche Höhepunkt: Werden nämlich die Zahlen gezogen, so herrscht absolute Stille. Erschallt dann von irgendwo ein fröhliches «Bingo» hat der Glückliche die Wahl: Gutschein, Buch oder Weingläser? Flaschenöffner, Sekt oder Putzschwämme? Freudestrahlend wählten die Gewinner ihre Geschenke aus – und machten sich über den Nutzen ihrer Preise erst einmal keine Gedanken. Nur der klitzekleine Moment des Nervenkitzels zählte.