Evangelische Kirchengemeinde Burgholzhausen

Internationaler Tag des freien Sonntags am 3. März 2013

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Erzbischof Zollitsch und Präses Schneider: Zeit zum Auf-Atmen

18. Februar 2013

Am 3. März 2013 findet in Deutschland und mehreren EU-Staaten der ökumenisch getragene „Internationale Tag des freien Sonntags“ statt. Dazu hat die „Allianz für den freien Sonntag“ in Deutschland eine Arbeitshilfe herausgegeben, die mit Gottesdienstvorschlägen auf diesen Sonntag aufmerksam macht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, rufen dazu auf, den Sonntag als freien Tag zu schützen und zu bewahren. Gemeinsam erklären sie:

„Der ‚Internationale Tag des Freien Sonntags’ wurde in Anlehnung an das Datum, an dem Kaiser Konstantin der Große im Jahre 321 den Sonntag zum Ruhetag erklärte, auf den 3. März gelegt. In diesem Jahr fällt dieser Aktionstag auf einen Sonntag – Anlass für die ‚Allianz für den freien Sonntag’, in Gottesdiensten und verschiedenen Aktionen für eine Ver¬besserung des Sonntagsschutzes zu werben und auf den Wert der Sonntagsruhe aufmerksam zu machen.

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veröffentlicht von Uta Höck am 1. März 2013
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„Alles hat seine Zeit“

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Alles hat seine Zeit
und alles Vorhaben unter dem Himmel seine Stunde.
Arbeiten hat seine Zeit;
von der Arbeit ausruhen hat seine Zeit;
Schafen hat seine Zeit;
sich am Geschaffenen freuen hat seine Zeit;
funktionieren hat seine Zeit;
visionieren hat seine Zeit;
Wissen anwenden hat seine Zeit;
neues Wissen lernen hat seine Zeit;
wach sein hat seine Zeit;
schlafen hat seine Zeit;
eilig sein hat seine Zeit;
müßig sein hat seine Zeit;
Weckerklingeln hat seine Zeit;
von der Sonne geweckt werden hat seine Zeit;
Zeitung lesen hat seine Zeit;
Gedichte lesen hat seine Zeit;
der Arbeitsweg hat seine Zeit;
ins Blaue fahren hat seine Zeit;
der Blaumann hat seine Zeit;
der Sonntagsanzug hat seine Zeit;
der weiße Kittel hat seine Zeit;
das Sonntagskostüm hat seine Zeit;
das Kino hat seine Zeit;
das Theater hat seine Zeit;
das Eis am Stiel hat seine Zeit;
der Kaffeehausbesuch hat seine Zeit;
das Morgenmüsli hat seine Zeit;
der Brunch hat seine Zeit;
auf den Verkehr achten hat seine Zeit;
in die Luft gucken hat seine Zeit;
mit beiden Beinen auf dem Boden stehen hat seine Zeit;
die Beine baumeln lassen hat seine Zeit.
Der Alltag hat seine Zeit!
Der Sonntag hat seine Zeit?

Martina Spohr, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck,
frei nach Prediger 3,1–11

veröffentlicht von Uta Höck am 24. Februar 2013
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Sieben gute Gründe für den freien Sonntag

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1. Der Sonntag ist ein Symbol der Freiheit.
Er ist   der Tag, an dem wir nach biblischer Verheißung vom Dik­tat der Arbeit frei sein und gemeinsam aufatmen sollen.

2. Der Sonntag stellt den Menschen in den Mittelpunkt.
Der Sonntag steht gegen alle Versuche, den Menschen der Ökonomie zu unterwerfen.

3. Der Sonntag ist ein Familientag.
Nur mehr am Sonntag hat die Familie Gelegenheit, einen ganzen Tag   gemeinsam zu verbringen.

4. Der Sonntag ist der Kitt der Gesellschaft.
Der Sonntag gibt der Gesellschaft Stabilität, weil er den Bür­gern ermöglicht, sich zu trefen und zu helfen, Erfahrun­gen auszutauschen und sich ehrenamtlich zu engagieren.

5. Der Sonntag ist der Akku für die Woche.
In   einer ständig hektischer werdenden Zeit verplichtet er zu Entschleunigung und Ruhe. Ob Gottesdienst, Sportver­anstaltung, Wanderung, Familientrefen oder Lesen, der Sonntag gibt uns Zeit abzuschalten und für die Woche   aufzutanken.

6. Der Sonntag ist zum Feiern da.
Er ist ein großes Geschenk der jüdisch­christlichen Überlieferung an die Menschheit. Durch ihn sind wir aufgefordert, das Fest zu feiern, Kultur zu leben und uns nicht von Arbeit und   Geschäftigkeit in Besitz nehmen zu lassen.

7. Der Sonntag stoppt die Gleichförmigkeit. 
Denn ohne die Sonntagsruhe wären alle Tage gewöhnliche Werktage.

veröffentlicht von Uta Höck am 22. Februar 2013
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Auf der Suche nach dem verlorenen Sonntag

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Evangelisches Medienhaus Stuttgart stellt Kurzspielfilm vor

Ohne einen arbeitsfreien Tag in der Woche könne eine Gesellschaft auf Dauer nicht überleben, erklärte Bischof Frank Otfried July (Württemberg). Deswegen müsse der Sonntag konsequent geschützt werden. Der neue Kurzspielfilm „Auf der Suche nach dem verlorenen Sonntag“ will dabei helfen: die DVD des Evangelischen Medienhauses Stuttgart soll Jugendliche für den Wert des Sonntags sensibilisieren. In dem 22minütigen Kurzfilm kommen Jugendliche in einer hochkapitalistischen Leistungsgesellschaft der Zukunft mit dem System in Konflikt, weil sie sich dem Zeitdiktat nicht länger beugen wollen.

Lesen Sie hierzu den Artikel der EKD

veröffentlicht von Uta Höck am 25. Mai 2012
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Evangelische und Katholische Kirche begrüßen Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Sonntagsschutz

01. Dezember 2009

Die evangelische und katholische Kirche in Deutschland haben die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Sonntagsschutz begrüßt. Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsbeschwerde der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und des Erzbistums Berlin in entscheidenden Fragen für zulässig erklärt und ihr stattgegeben hat, zeigten sich die Kirchenvertreter in Karlsruhe erfreut und erleichtert.

Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung der EKD

veröffentlicht von Uta Höck am 3. Dezember 2009
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Sonntag: der „eine andere Tag“

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

EKD-Kulturbeauftragte und Deutscher Kulturrat werben für neue Sonntagskultur

Der Sonntag ist der „eine andere Tag“, der Tag, der den Rhythmus der Werktage heilsam unterbricht, erklärten Petra Bahr und Olaf Zimmermann in der vergangenen Woche in Berlin. Die Kulturbeauftragte des Rates der EKD und der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates regten in einem Pressegespräch gemeinsam eine kreative Ausgestaltung einer neuen Sonntagskultur an. „Sogar in einer Stadt wie Berlin wird einem am Sonntag beim ersten Schritt auf die Straße morgens sofort klar: Etwas ist anders“, so Petra Bahr. Die kulturelle Errungenschaft des arbeitsfreien Sonntags dürfe nicht leichtfertig aufgegeben werden. Die Gestaltung einer neuen Sonntagskultur sei in besonderer Weise eine Herausforderung an die Kirchen und Kultureinrichtungen, so Olaf Zimmermann. „Wenn wir fordern, dass die Leute am Sonntag nicht einkaufen gehen sollen, müssen wir ein ansprechendes Alternativangebot machen. Dazu gehört auch, dass öffentliche Bibliotheken, die bislang sonntags nicht öffnen dürfen, die Gelegenheit erhalten, sonntags zu öffnen.“ Angesichts der Finanzmarktkrise nehme er wahr, dass vermehrt nach Sinn und Werten gefragt werde. „Jetzt ist genau die richtige Zeit, darüber zu reden, was uns ein Gut wie der arbeitsfreie Sonntag eigentlich bedeutet.“

Lesen Sie dazu die Pressemitteilung der EKD vom 28.11.2008

veröffentlicht von Uta Höck am 6. Dezember 2008
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Wie ist der Sonntagsschutz heute in juristischer Hinsicht zu beurteilen?

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

Das Grundgesetz bestimmt Folgendes: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.“ (Art. 140 GG i.V.m. Art. 139 WRV). Die Zielrichtung dieser Verfassungsnorm ist weitreichend. Es geht dabei sowohl um Fragen des Sozialstaatsprinzips, als auch des Religionsrechts. Es soll nicht nur gewährleistet sein, dass an Sonn- und Feiertagen nicht gearbeitet wird, sondern auch, dass Zeit für Religion und Kultur geschaffen wird.

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veröffentlicht von Jutta Knorr am 30. April 2008
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Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

EKD und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen starten Initiative zum Sonntagsschutz

Als Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung haben Sonn- und Feiertag Einzug ins deutsche Grundgesetz gefunden. Der Rhythmus, alle sieben Tage frei zu haben, ist nach christlichem Verständnis gute Schöpfungsordnung. Die EKD startet zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen eine Initiative ,Gott sei Dank – es ist Sonntag‘. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, erklärt warum:

Der Sonntag ist ein unentbehrliches Element unserer Sozialkultur. Wer die Wertebasis unserer Gesellschaft stärken will, damit Würde und Freiheit ihren Entfaltungsraum behalten, muss sorgsam mit den Institutionen der Sozialkultur umgehen. Für Christen bewährt sich in dieser Situation das biblische Gebot, den Feiertag zu heiligen.

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veröffentlicht von Jutta Knorr am 30. April 2008
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Welche Entwicklung nahm der Sonntag in der Neuzeit?

Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

Durch die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts wurden die Arbeitszeiten auch auf den bisher arbeitsfreien Sonntag ausgedehnt. Erst 1891 wurde Sonntagsarbeit wieder verboten. Die Weimarer Reichsverfassung 1919 schützte den Sonntag als „Tag der Arbeitsruhe und er seelischen Erhebung“; diese Bestimmung wurde auch in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. Nachdem der Sonntag alter Tradition gemäß als erster Tag der Woche angesehen wurde, beginnt seit 1976 laut gesetzlicher Festlegung in Deutschland die Woche mit dem Montag, so dass der Sonntag als Teil des Wochenendes die Woche abschließt.

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veröffentlicht von Jutta Knorr am 27. April 2008
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Wie verhielt sich die Reformation zum Sonntag?

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

Die evangelischen Kirchen kannten keine Pflicht zum sonntäglichen Gottesdienstbesuch, sondern betonten die Freiheit, die den Menschen am Sonntag das Hören des Wortes Gottes und für Mensch und Vieh eine Ruhepause ermögliche. Für Luther spielten dabei auch sozialethische Überlegungen eine wichtige Rolle. In seinem Kleinen Katechismus (1529) formulierte er in seiner Auslegung des Feiertagsgebots: „Du sollst den Feiertag heiligen. – Was ist das? – Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern es heilig halten, gerne hören und lernen.“ Der Heidelberger Katechismus, der für den reformierten Protestantismus in Deutschland steht, formulierte als Antwort auf die Frage „Was will Gott im vierten Gebot?“: „Gott will zum einen, dass das Predigtamt und die christliche Unterweisung erhalten bleiben und dass ich besonders am Feiertag, zu der Gemeinde Gottes fleißig komme. Dort soll ich Gottes Wort lernen, die heiligen Sakramente gebrauchen, den Herrn öffentlich anrufen und in christlicher Nächstenliebe für Bedürftige spenden. Zum anderen soll ich an allen Tagen meines Lebens von meinen bösen Werken feiern [=ablassen] und den Herrn durch seinen Geist in mir wirken lassen. So fange ich den ewigen Sabbat schon in diesem Leben an“ (Heidelberger Katechismus, Frage 103).

veröffentlicht von Jutta Knorr am 20. April 2008
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