Evangelische Kirchengemeinde Burgholzhausen

Evangelische und Katholische Kirche begrüßen Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Sonntagsschutz

01. Dezember 2009

Die evangelische und katholische Kirche in Deutschland haben die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Sonntagsschutz begrüßt. Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsbeschwerde der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und des Erzbistums Berlin in entscheidenden Fragen für zulässig erklärt und ihr stattgegeben hat, zeigten sich die Kirchenvertreter in Karlsruhe erfreut und erleichtert.

Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung der EKD

eingestellt von Uta Höck am 3. Dezember 2009
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Sonntag: der „eine andere Tag“

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

EKD-Kulturbeauftragte und Deutscher Kulturrat werben für neue Sonntagskultur

Der Sonntag ist der „eine andere Tag“, der Tag, der den Rhythmus der Werktage heilsam unterbricht, erklärten Petra Bahr und Olaf Zimmermann in der vergangenen Woche in Berlin. Die Kulturbeauftragte des Rates der EKD und der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates regten in einem Pressegespräch gemeinsam eine kreative Ausgestaltung einer neuen Sonntagskultur an. „Sogar in einer Stadt wie Berlin wird einem am Sonntag beim ersten Schritt auf die Straße morgens sofort klar: Etwas ist anders“, so Petra Bahr. Die kulturelle Errungenschaft des arbeitsfreien Sonntags dürfe nicht leichtfertig aufgegeben werden. Die Gestaltung einer neuen Sonntagskultur sei in besonderer Weise eine Herausforderung an die Kirchen und Kultureinrichtungen, so Olaf Zimmermann. „Wenn wir fordern, dass die Leute am Sonntag nicht einkaufen gehen sollen, müssen wir ein ansprechendes Alternativangebot machen. Dazu gehört auch, dass öffentliche Bibliotheken, die bislang sonntags nicht öffnen dürfen, die Gelegenheit erhalten, sonntags zu öffnen.“ Angesichts der Finanzmarktkrise nehme er wahr, dass vermehrt nach Sinn und Werten gefragt werde. „Jetzt ist genau die richtige Zeit, darüber zu reden, was uns ein Gut wie der arbeitsfreie Sonntag eigentlich bedeutet.“

Lesen Sie dazu die Pressemitteilung der EKD vom 28.11.2008

eingestellt von Uta Höck am 6. Dezember 2008
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Wie ist der Sonntagsschutz heute in juristischer Hinsicht zu beurteilen?

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

Das Grundgesetz bestimmt Folgendes: “Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.” (Art. 140 GG i.V.m. Art. 139 WRV). Die Zielrichtung dieser Verfassungsnorm ist weitreichend. Es geht dabei sowohl um Fragen des Sozialstaatsprinzips, als auch des Religionsrechts. Es soll nicht nur gewährleistet sein, dass an Sonn- und Feiertagen nicht gearbeitet wird, sondern auch, dass Zeit für Religion und Kultur geschaffen wird.

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eingestellt von Florian Höck am 30. April 2008
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Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

EKD und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen starten Initiative zum Sonntagsschutz

Als Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung haben Sonn- und Feiertag Einzug ins deutsche Grundgesetz gefunden. Der Rhythmus, alle sieben Tage frei zu haben, ist nach christlichem Verständnis gute Schöpfungsordnung. Die EKD startet zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen eine Initiative ,Gott sei Dank – es ist Sonntag’. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, erklärt warum:

Der Sonntag ist ein unentbehrliches Element unserer Sozialkultur. Wer die Wertebasis unserer Gesellschaft stärken will, damit Würde und Freiheit ihren Entfaltungsraum behalten, muss sorgsam mit den Institutionen der Sozialkultur umgehen. Für Christen bewährt sich in dieser Situation das biblische Gebot, den Feiertag zu heiligen.

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eingestellt von Florian Höck am 30. April 2008
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Welche Entwicklung nahm der Sonntag in der Neuzeit?

Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

Durch die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts wurden die Arbeitszeiten auch auf den bisher arbeitsfreien Sonntag ausgedehnt. Erst 1891 wurde Sonntagsarbeit wieder verboten. Die Weimarer Reichsverfassung 1919 schützte den Sonntag als “Tag der Arbeitsruhe und er seelischen Erhebung”; diese Bestimmung wurde auch in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. Nachdem der Sonntag alter Tradition gemäß als erster Tag der Woche angesehen wurde, beginnt seit 1976 laut gesetzlicher Festlegung in Deutschland die Woche mit dem Montag, so dass der Sonntag als Teil des Wochenendes die Woche abschließt.

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eingestellt von Florian Höck am 27. April 2008
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Wie verhielt sich die Reformation zum Sonntag?

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

Die evangelischen Kirchen kannten keine Pflicht zum sonntäglichen Gottesdienstbesuch, sondern betonten die Freiheit, die den Menschen am Sonntag das Hören des Wortes Gottes und für Mensch und Vieh eine Ruhepause ermögliche. Für Luther spielten dabei auch sozialethische Überlegungen eine wichtige Rolle. In seinem Kleinen Katechismus (1529) formulierte er in seiner Auslegung des Feiertagsgebots: “Du sollst den Feiertag heiligen. – Was ist das? – Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern es heilig halten, gerne hören und lernen.” Der Heidelberger Katechismus, der für den reformierten Protestantismus in Deutschland steht, formulierte als Antwort auf die Frage “Was will Gott im vierten Gebot?”: “Gott will zum einen, dass das Predigtamt und die christliche Unterweisung erhalten bleiben und dass ich besonders am Feiertag, zu der Gemeinde Gottes fleißig komme. Dort soll ich Gottes Wort lernen, die heiligen Sakramente gebrauchen, den Herrn öffentlich anrufen und in christlicher Nächstenliebe für Bedürftige spenden. Zum anderen soll ich an allen Tagen meines Lebens von meinen bösen Werken feiern [=ablassen] und den Herrn durch seinen Geist in mir wirken lassen. So fange ich den ewigen Sabbat schon in diesem Leben an” (Heidelberger Katechismus, Frage 103).

eingestellt von Florian Höck am 20. April 2008
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Wie wurde aus dem Sabbat der Sonntag?

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

Die ersten Christen und Christinnen stammten aus dem Judentum und begingen deshalb zunächst den Sabbat. Als das Christentum sich über die ganze Welt ausbreitete, kamen jedoch mehr und mehr Christen nicht aus dieser Tradition. Dagegen wurde der auf den Sabbat folgende Tag, der Sonntag, zum wichtigsten Tag der christlichen Woche. Nach dem Zeugnis der Evangelien galt er als Tag der Auferstehung Jesu Christi (vgl. Markus 16,2). Die Christen versammelten sich an diesem ersten Tag der Woche zu abendlichen Mahlfeiern, um der Auferstehung ihres Herrn zu gedenken (vgl. Lukas 24,30-43; Johannes 20.1). Im 2. Jahrhundert finden sich dann weitere eindeutige Belege für einen christlichen Sonntagsgottesdienst. Unter Kaiser Konstantin wurde im Jahr 321 die Feier des Gottesdienstes mit dem arbeitsfreien Ruhetag am Sonntag verbunden; in der Folge dessen war gegen Ende des 4. Jahrhunderts der Sonntag als christlicher Ruhetag etabliert. Im Mittelalter galt der sonntägliche Gottesdienstbesuch als Kirchengebot.

eingestellt von Florian Höck am 13. April 2008
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Gott sei Dank, es ist Sonntag!

Zum Osterfest startete unsere evangelische Kirche eine landesweite Initiative zum Schutz für Sonn- und Feiertage. Ihr Motto lautet: „Gott sei Dank, es ist Sonntag!“ Die Initiative nennt zehn Argumente für den arbeitsfreien Sonntag, die des Nachdenkens wert sind:

Der Sonntag ist Ruhetag. Gott selbst hat es vorgemacht: Es gibt Zeiten der Arbeit und Zeiten der Ruhe.

Lesen Sie hierzu den ganzen Artikel in der Taunus Zeitung vom 6.4.2008

eingestellt von Uta Höck am 6. April 2008
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Wie verhielt sich Jesus zum Sabbat?

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

In der Bergpredigt hat Jesus deutlich gemacht, dass er nicht gekommen sei, um das alttestamentliche Gesetz Gottes oder die Propheten aufzulösen, und gesagt: “Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen” (Matthäus 5,17). Viele Berichte in den Evangelien zeigen jedoch auf, dass es bei der Auslegung und Befolgung der Gebote zu Konflikten zwischen Jesus und den “Schriftgelehrten und Pharisäern” kam. Ein Beispiel ist die Geschichte über das Ährenraufen am Sabbat (Markus 2,23-28): “Und es begab sich, dass er am Sabbat durch ein Kornfeld ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen. Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist? Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er in Not war und ihn hungerte, ihn und die bei ihm waren: wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren? Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat.” Damit wurde die Sabbatheiligung in besonderer Weise in den Dienst des Menschen gestellt.

eingestellt von Florian Höck am 5. April 2008
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Woher stammt der Sabbat?

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Sonntags-Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland

“Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde” – so heißt es im ersten Vers der Bibel (1. Mose 1,1). Das Ende des Schöpfungswerks am siebten Tag ist der Sabbat, zu dem es in 1. Mose 2,2 heißt: “Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. 3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.”
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eingestellt von Florian Höck am 31. März 2008
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