Evangelische Kirchengemeinde Burgholzhausen

Das Zehnte Gebot

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Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel, noch alles, was dein Nächster hat

Ein echter Coup

Möglich, dass alles anders gekommen wäre, wenn ich gesagt hätte: Unsinn. Wenn ich meinen Bruder Philippe verteidigt hätte, wie ich es früher immer getan habe, sobald die anderen über ihn herzogen, und ich, selbst ganz matt vor Neid, sagte: Schnauze.

Hab ich aber nicht, nicht diesmal. Diesmal habe ich nicht widersprochen, als Jerome zu mir sagte: Hör mal, Pierre, irgendwas stimmt hier nicht, wie kann er sich das leisten? Ich habe mit den Achseln gezuckt, habe mich im Garten umgesehen, den Pool betrachtet, in den die Zwillinge den ganzen Nachmittag über gesprungen waren – drei, vier lange Schritte, dann ein Platschen, dass das Wasser bis zum Tisch spritzte – und habe tja gesagt. Tja. Als gebe es da was zu wissen, und ich wüsste es.

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Annette Mingels auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 26. September 2009
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Das Neunte Gebot

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Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten

Der Mann aus der Zeitung

Sie dachte jeden Sommer an ihn, seit sieben Jahren. Es fing meistens im Juni an, und es hörte erst im August auf, manchmal sogar im September, je nachdem, wie lange es warm blieb. Sie dachte an seine kurzen, dunklen Haare, an den unangenehmen, erregenden Geschmack seines Kusses an ihrem einzigen gemeinsamen Morgen damals, an die kleinen Falten in seinen Mundwinkeln und unter seinen Augen, wenn er lächelte. Vielleicht, dachte sie, als sie jetzt ins „Adria“ hereinkam und sich an den hintersten Tisch setzte, würde sie ihn zuerst auf die Mundwinkel küssen und dann unter die Augen, und dann würde er ihr sagen, dass sie nicht älter geworden sei, dass sie noch besser aussehe als damals. Und sie würde ihm dasselbe sagen, und sie wüssten beide, dass es nicht stimmte.

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Maxim Biller auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 19. September 2009
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Das Achte Gebot

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Du sollst nicht stehlen.

Die Greisin, der Soldat und das dicke Mädchen

Sie lebten alle zusammen in einer Wohnung, die Greisin, der Soldat und das dicke Mädchen. Die Wohnung gehörte der Greisin. Sie allein benutzte den vorderen Eingang, der Soldat und das Mädchen teilten sich den Hintereingang, durch den in fernen Zeiten Dienstboten und Lieferanten gegangen waren. Die Greisin konnte sich an diese Zeiten gut erinnern. Sie sprach oft von ihnen.

Der Soldat und das Mädchen waren ihre Untermieter. Sie vermiete nicht des Geldes wegen, beileibe nicht, auf den Gedanken möge keiner wagen zu kommen. Sie wolle nur nicht allein sein. Und, da hatte sie recht, Platz gab es genug in der Wohnung. Der Soldat war ein höherer Dienstgrad, so vornehm wie arm. Er arbeitete bei irgendeiner militärischen Behörde. Das dicke Mädchen studierte Sprachen und genoss das Leben, soweit ihre Mittel es zuließen. Wenn ihr das Geld ausging, jobbte sie in einer Weinkneipe in der Altstadt. Dort saß dann auch der Soldat, schwieg, lächelte höflich und trank den Wein, den das dicke Mädchen ihm hinstellte. Sie hatten einander gern, die beiden Untermieter.

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Eva Demski auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 12. September 2009
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Das Siebte Gebot

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Du sollst nicht ehebrechen

Die langen Blicke

Natürlich bekenne ich mich zu meiner Tücke. Aber ich habe in meiner Situation keine andere Möglichkeit mehr gewusst, um mir Gewissheit zu verschaffen. Seit ungefähr einem halben Jahr plagt mich das Gefühl, dass Elisa mich betrügt. Ich habe ihr meinen Verdacht nicht mitgeteilt; ich warte immer noch darauf, dass sie mir eine Art Geständnis macht. Aber sie ist verstockt und sagt keinen Ton. Ich dachte, mein Gott, jetzt gewöhnen auch wir uns an das Massenunglück. Von Elisa aus gesehen sind die Voraussetzungen günstig. Aus beruflichen Gründen bin ich fast jede Woche unterwegs. Ich fahre am Montagmorgen los und kehre oft erst im Laufe des Freitags zurück. Insofern kann Elisa frei schalten und walten.

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Wilhelm Genazino auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 5. September 2009
in Leben im Glauben, Zehn Gebote | 0 Kommentare

Das Sechste Gebot

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Du sollst nicht töten

Ein Schatten bin ich ferne finsteren Dörfern. / Gottes Schweigen / Trank ich aus dem Brunnen des Hains. So schrieb Georg Trakl in seinem Gedicht „De profundis“, benannt nach dem 130. Psalm, der anhebt mit den Worten: „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.“

War da ein Flehen in jener Januarnacht, als der siebzehnjährige Felix das Haus seiner Eltern verließ, begleitet von seiner Schwester, deren Freundin und seinem besten Freund Torben, bewaffnet mit mehreren Küchenmessern, scheinbar sanftmütig und unauffällig wie sonst auch? Schrie es im Innern des Schülers? „Ich harre des Herrn, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.“

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Friedrich Ani auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 29. August 2009
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Das Fünfte Gebot

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Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass dir’s wohlgehe und du lange lebest auf Erden

Maus in der Wasserleitung

Ich hätte eigentlich was merken müssen, aber ich bin wohl naiv, ich dachte mir nichts dabei, als Wolf damit anfing, sich über Kitti zu beklagen. Wolf ist mein Vater, Kitti meine Mutter – sie hatten mal richtige Namen, als sie jung waren, aber damals war die Welt noch eine Scheibe – seit ich mitreden darf, heißen sie Wolf und Kitti.

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Thommie Bayer auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 22. August 2009
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Das Vierte Gebot

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Du sollst den Feiertag heiligen

Der Tag des Herrn

Reinhold stand am Fenster und schaute hinaus. Unten auf der Straße gingen ein paar Männer vorbei und er trat instinktiv einen Schritt zurück. Im Grunde fürchtete er sich vor den Menschen hier, vor ihrer launischen Art und ihrer Verstocktheit. Ihre grobe Sprache stieß ihn ab und ihr Lachen war ihm unheimlich. Sein Vorgänger war wie sie gewesen, ein ungeschlachter lauter Mensch, der am Sonnabend mit seiner Gemeinde trank und ihr am Sonntag ins Gewissen redete. Als Reinhold die Stelle vor einem Jahr angetreten hatte, war er voller Tatendrang gewesen. Er hatte sich auf den Bodensee gefreut und hatte gedacht, die Menschen seien offener im Süden. Aber er hatte sich getäuscht. Und was er auch angefangen hatte, es war ihm misslungen.

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Peter Stamm auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 14. August 2009
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Das Dritte Gebot

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Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen

Eine gefangene Seele

Auch ein großer Gott wirft seinen Abfall weg, diese Worte hat er gesprochen, der Wundersüchtige, damals während unseres Medizinstudiums, in einem Herbstmonat, als der Wind in den Straßenschneisen pfiff. Ich aber habe einen anderen Weg gewählt und bin gewöhnlich geworden, das Gezänk der Idealisten geht mich nichts mehr an. Nur: Auf der anderen Seite bin ich nicht angekommen oder noch nicht angekommen, meine verheirateten Freunde wollen mich nicht wieder in ihren Kreis aufnehmen, weil man nicht ungestraft das Bürgertum verachtet.

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Feridun Zaimoglu auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 8. August 2009
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Das Zweite Gebot

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Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen

Im Boot mit Madonna

Ich habe mir nie eine Platte von Madonna gekauft. Ich stand eher auf Talking Heads und Sakkos mit überdimensionalen Schulterpolstern. Never change your outfit, so it’s easier for people to recognize you. Ändere nie dein Outfit, dann erkennen dich die Leute besser. Dieser Satz der Talking Heads überzeugte mich damals mehr als heute – was wiederum mit Madonna zu tun hat.

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Arno Geiger auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 31. Juli 2009
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Das Erste Gebot

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Ich bin der Herr, dein Gott.
Du sollst keine fremden Götter neben mir haben.

Es spricht wenig dafür, diese Lackstiefel zu kaufen. Es spricht alles dafür, endlich an den einen und einzigen Gott zu glauben. Bloß wie? Bea redet mit Michelangelo und mit einer Dame in rosa Kaschmir.

Hier können Sie den vollständigen Artikel von Doris Dörrie auf den Internetseiten des evangelischen Online-Magazins chrismon lesen.

veröffentlicht von Uta Höck am 24. Juli 2009
in Leben im Glauben, Zehn Gebote | 0 Kommentare