Evangelische Kirchengemeinde Burgholzhausen

TOP 10: Die meist besuchten evangelischen Kirchen

Kirche-Clipart

Welche zehn evangelischen Kirchen in Deutschland werden am meisten besucht? Recherchen der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) haben teilweise überraschende Ergebnisse erbracht. So stehen unter den ersten zehn gleich zwei Berliner und zwei Nürnberger Kirchen, während die Mutterkirche der Reformation – die Schlosskirche zu Wittenberg, an die Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen heftete – keinen Spitzenplatz ergattern konnte. Die mit Abstand am stärksten frequentierte Kirche in Deutschland ist die Frauenkirche in Dresden. Im vergangenen Jahr kamen rund zwei Millionen Interessierte.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel auf der Website von idea.de.

veröffentlicht von Uta Höck am 9. August 2013
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»Sie rüsten wider den Gerechten«

»Persönlicher Gefangener des Führers«: Vor 75 Jahren wurde Martin Niemöller verhaftet

Mit der Verhaftung im Jahr 1937 geriet Martin Niemöller, Symbolfigur des protestantischen Widerstands, endgültig in die Fänge des nationalsozialistischen Regimes. Adolf Hitler erklärte ihn zu seinem »persönlichen Gefangenen«.

Am Morgen des 1. Juli 1937 erschienen zwei Männer der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) im Pfarrhaus von Berlin-Dahlem, um Martin Niemöller zu einer »kurzen Vernehmung« abzuholen. Für den Gründer des evangelischen Pfarrernotbunds, aus dem sich die oppositionelle Bekennende Kirche entwickelt hatte, nichts Ungewöhnliches, war er doch bereits fünfmal festgenommen und jedes Mal bald wieder freigelassen worden.

Lesen Sie den vollständigen Artikel.

veröffentlicht von Uta Höck am 1. Juli 2012
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Glocken und Glockengeläut der evangelischen Kirche Burgholzhausen

Die Inschriften der Glocken sind im Vergleich zu anderen Glocken der Gießerfamilie äußerst schlicht und eher unsauber ausgefallen sind.  Sie lauten bei allen dreien

“In Gottes Namen floss ich Iohann Peter Bach in Windecken goss mich 1764″.

Zum Vergleich: die Inschrift der Glocke in der Friedrichsdorfer Kirche etwa ist in französisch gehalten und umfasst 12 Zeilen in einer bewundernswerten Präzision, einschließlich der Abbildung des Friedrichsdorfer Wappens.

Die Schlagtöne unserer Glocken sind as’ (große Glocke), b’ und des” (kleine Glocke). Damit handelt es sich dann auch um das Gloria-Motiv (Ehre sei Gott in der Höhe). Es ist überraschend, dass die Töne so gut passen, denn bis zum 19. Jahrhundert waren die Gießer kaum in der Lage, die beabsichtigten Tonhöhen zuverlässig zu treffen.

Hören Sie hier eine Aufnahme des Glockengeläuts auf YouTube.

Aufnahme, Bilder und Text: Manuel Härter

veröffentlicht von Uta Höck am 15. Mai 2012
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“Widerstand!?”

Die Ausstellung „Widerstand!?“ dokumentiert online die Geschichte des Widerstands evangelischer Christinnen und Christen im Nationalsozialismus auf der Grundlage des aktuellen Forschungsstandes im multimedial vielschichtigen Gewand.

Online-Dokumentation

veröffentlicht von Uta Höck am 17. Februar 2012
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Gewachsene Erinnerung – Baumscheibe der 2008 gefällten Robinie aus dem Pfarrgarten kehrt heim

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Bild: U. Höck

75 Jahre lang gedieh die Robinie im Garten der evangelischen Kirche Burgholzhausen. Vor drei Jahren musste sie gefällt werden. Jetzt erinnert eine Baumscheibe an das hölzerne Stück jüngerer Kirchengeschichte.

Von Olivera Gligoric-Fürer

Burgholzhausen. Ob die Robinie als zarter Jungbaum oder als Sämling ihr Dasein im Kirchgarten der evangelischen Kirche begonnen hatte, das weiß Friedhelm Plock nicht. Er weiß aber, dass die grüne Zeitzeugin genau 75 Jahre alt war, als sie gefällt wurde, dass sie im Jahre 1933 sozusagen “geboren” wurde und dass sie eine stattliche Höhe von gut 33 Metern maß, als sie vor drei Jahren, am 12. März 2008, aus besagtem Kirchgarten in Burgholzhausen entfernt worden ist.

Lesen Sie dazu den Artikel in der Taunus Zeitung vom 27.6.2011.

 

Bilder: S. Daniel

veröffentlicht von Uta Höck am 27. Juni 2011
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Geschichte der Ordination von Frauen ins Pfarramt der EKHN

Publikation veranschaulicht Meilensteine

Im Juni 2010 feierten evangelische Frauen ein besonderes Jubiläum: Vor 60 Jahren wurde in der EKHN zum ersten Mal das Pfarramt auch für Frauen geöffnet. Dieser Entschluss führte dazu, dass im Jahr 2010 ein Drittel der Pfarrämter mit Frauen besetzt waren. Der theologische Nachwuchs ist inzwischen sogar überwiegend weiblich. Von den Herausforderungen, die Pfarrerinnen der ersten Stunden meisterten und die weitere Entwicklung veranschaulicht die Beilage „60 Jahre Ordination von Frauen ins Pfarramt der EKHN“, die von der Evangelischen Sonntagszeitung herausgegeben wurde.

Lesen Sie hierzu den Presseartikel der EKHN vom 31. Oktober 2010

veröffentlicht von Uta Höck am 19. November 2010
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Philipp Melanchthon, der „Außenminister der Reformation“, wird in seinem 450. Todesjahr weithin gewürdigt

Martin Luthers Freund und Helfer

Philipp Melanchthon, der „Außenminister der Reformation“, wird in seinem 450. Todesjahr weithin gewürdigt

Von Petra Buch und Katrin Neuwirth

Zahlreiche Ausstellungen, von Worms bis Wittenberg, erinnern an den Theologen, der auch die Sterne und die deutsche Grammatik erforschte.

Schon als Kind war er ein kleines Genie, sprach Latein, liebte klassische Literatur. Mit nicht einmal 13 Jahren zog es den späteren Reformator und Humanisten Philipp Melanchthon, der am 16. Februar 1497 in Bretten in Baden-Württemberg geboren wurde und am 19. April 1560 in Wittenberg starb, zum Studium nach Heidelberg. Bereits 1518 lehrte er auf Vermittlung seines Ziehvaters Johannes Reuchlin (1455–1522) als Professor für Griechisch und Hebräisch, später auch Philosophie und Bibelwissenschaften, an der Universität «Leucorea» in Wittenberg. In der Stadt traf er den Theologen Martin Luther (1483–1546). An seiner Seite wurde Melanchthon zu einer treibenden Kraft der kirchenpolitischen Reformation in Deutschland und Europa.

«Melanchthon war ein Workoholic, er hat bis an die Grenzen unermüdlich gearbeitet, allein mehr als 9000 Briefe verfasst», beschreibt ihn Stephan Dorgerloh, Beauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Wittenberg für die Lutherdekade. «Er war in der Tat so etwas wie ein Universalgenie, er beschäftigte sich mit vielem, von der Grammatik bis zur Astronomie.» In der Kleinstadt an der Elbe lebte der hochgebildete Mann aus dem Badischen etwa 40 Jahre lang, heiratete auf Betreiben Luthers Katharina Krapp, die Tochter eines angesehenen Bürgers, wurde Familienvater. Sein Wohnhaus zählt seit 1996 zum Unesco-Welterbe, das Renaissancegebäude ist heute ein Museum.

«Melanchthon war der Außenminister der Reformation», sagt Dorgerloh. Und: «Als Humanist suchte er das wechselseitige Gespräch, er hat verschiedene Brücken gebaut zu den Konfessionen.» Zu Unrecht habe er in der Öffentlichkeit lange im Schatten des Protestanten Martin Luther gestanden. Melanchthons «Confessio Augustana» (1530, «Augsburger Bekenntnis»), «Apologie der Augustana» (1531) und «Tractatus de potestate papae» (1537, «Traktat über die Gewalt und den Primat des Papstes») gehören zu den grundlegenden Bekenntnisschriften der Reformation.

Humanist und Theologe

Mehrere Museen und Institutionen haben anlässlich des 450. Todestags Melanchthons Ausstellungen organisiert. So präsentiert die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena bis 15. November mehr als 50 Werke von Philipp Melanchthon, seiner Zeitgenossen und Mitstreiter unter dem Titel «Philipp Melanchthon (1497–1560) – Vordenker der Reformation». Ausgestellt sind vor allem Drucke und Handschriften.

Die Wanderausstellung «Melanchthon – Grenzen überwinden» ist gerade im Melanchthonhaus Bretten zu Ende gegangen und vom 28. Juli bis 3. September in der Bibliothek der Evangelischen Kirche Speyer zu sehen. Die Schau zeigt auf 20 Tafeln, wie sehr Melanchthon sein Leben lang die Überwindung kirchlicher und politischen Grenzen in Europa anstrebte.

Dem «Humanisten und Theologen Philipp Melanchthon» widmet auch die Stadtbibliothek Worms eine Schau. Die Bibliothek verfügt über einen großen Fundus von Schriften Melanchthons. Zu sehen sind 16 Melanchthondrucke aus der Wormser Lutherbibliothek, dazu noch mehr als 50 theologische, überwiegend aber altphilologische Werke, von Melanchthon verfasst oder bearbeitet, übersetzt oder mit Vorwort versehen.

Melanchthonhaus Wittenberg, Telefon (0 34 91) 40 32 79. Universitäts- und Landesbibliothek Jena, Telefon (0 36 41) 94 01 00. Europäische Melanchthon-Akademie mit Melanchthonhaus Bretten, Telefon (0 72 52) 94 41 12. Stadtbibliothek Worms, Telefon (0 62 41) 8 79 70. Bibliothek Evangelische Kirche der Pfalz, Speyer, Telefon (06232) 66 74 15. Internet http://www.melanchthon.com

Quelle: Taunus Zeitung

veröffentlicht von Uta Höck am 27. Juli 2010
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60 Jahre Ordination von Frauen ins evangelische Pfarramt

Feier am 23. Juni

Die Evangelische Kirche in Deutschland ist ohne Pfarrerinnen heute kaum vorstellbar. Bis die ersten Frauen ordiniert wurden, mussten sie allerdings stark kämpfen und waren zu Beginn den Männern nicht gleichgestellt. 1950 wurden in der hessisch-nassauischen Landeskirche die ersten Theologinnen ordiniert. Ein Salon in der Reihe „Frau Macht Religion“ am Mittwoch, 23. Juni, um 19 Uhr im Evangelischen Frauenbegegnungszentrum, Innenstadt, Saalgasse 15, nimmt das Jubiläum zum Anlass, stolz und kritisch auf „60 Jahre Frauen im Pfarramt“ zurückzublicken.

Lesen Sie hierzu mehr.

Ausstellung Frauen in der Bibel

veröffentlicht von Uta Höck am 19. Juni 2010
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Nikolaus Ludwig, Reichsgraf von Zinzendorf und Pottendorf

Am 9. Mai 1760, also vor 260 Jahren, starb Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf auf seinem Rittergut Berthelsdorf in der Oberlausitz. Er war einer der bedeutendsten Vertreter des Pietismus, einer Reformbewegung innerhalb der evangelischen Kirche im 17. Jahrhundert, die sich gegen die erstarrte Orthodoxie in der Kirche wandte.

Die Pietisten (von lateinisch pietas = Frömmigkeit) traten für eine stärkere Mitarbeit der Laien ein und betonten die persönliche Frömmigkeit. Man traf sich in Hauskreisen, um die Bibelkenntnisse zu verbessern und über die persönlichen Glaubenserfahrungen zu sprechen und sich gegenseitig im Glauben zu stärken. Vielfach wurden die Pietisten als Sektierer angesehen.

Graf Zinzendorf, der Gründer der “Herrnhuter Brüdergemeinde” und Vater der “Jahreslosungen” wurde am 26. Mai 1700 in Dresden geboren. Sein gleichnamiger Vater war dort Minister im Kabinett August des Starken. Schon kurz nach der Geburt seines Sohnes starb der Vater. Die Mutter – Charlotte Justine geb. von Gerstorff, heiratet zwei Jahre später erneut und zog mit ihrem Mann nach Berlin. Ihr kleiner Sohn wurde von nun an von seiner Großmutter Henriette Katharina von Gerstorff auf deren Gut Großhennersdorf nahe Zittau erzogen.

Katharina von Gerstorff überzeugte Pietistin sorgte dafür, dass ihr Enkel zunächst von Hauslehrern im Geiste des Pietismus und seit seinem 10. Lebensjahr in dem berühmten “Pädagogium” des August Hermann Francke in Halle erzogen wurde. Dort blieb er fünf Jahre.

Der junge Graf wurde zu einem Glaubenseiferer und wollte sein Leben bedingungslos Gott zur Verfügung stellen. Sein Bekenntnis lautete: “Ich habe nur eine Passion. Das ist ER”.

Ein Theologiestudium wurde aber von seiner Familie als nicht standesgemäß verhindert. Entsprechend der Familientradition musste er in Wittenberg Jura studieren. Nach der üblichen “Kavalliersreise” (Bildungsreise) durch Europa trat er 1721 eine unbesoldete Stelle am Dresdener Hof als Hof- und Justizrat an.

Im Jahr 1722 heiratete er Erdmuthe Dorothea, Reichsgräfin von Reuß zu Ebersdorf, die eine pietistisch geprägtes Leben führte. Die Ehe war keine Liebesheirat, es taten sich vielmehr zwei Menschen zusammen, die eine “Streiterehe” führen wollten, d.h. sie wollten beide ihr Leben dem Dienst für die Sache Gottes widmen. Von ihren 12 Kindern starben acht bereits im Kleinkindalter.

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veröffentlicht von Marianne Peilstöcker am 21. Mai 2010
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Der Tag der Entscheidung

Es war am 9. Oktober 1989. Keine Gewalt!, riefen Zehntausende auf der Straße, in Leipzig und in anderen Städten der DDR. Christian Führer war damals Pfarrer in der Nikolaikirche. Er erzählt, wie aus einem Friedensgebet eine Bewegung wurde – und schließlich die Friedliche Revolution.

Keine Gewalt. Das ist für mich die kürzeste Zusammenfassung der Bergpredigt. Am 9. Oktober 1989 haben Zehntausende diese Worte nicht nur gerufen, sondern sie haben das Gebot der Gewaltlosigkeit selbst auf der Straße praktiziert – in Leipzig wie in anderen Städten der DDR. Menschen, die in den Kindergärten mit Panzern spielen durften und an den Schulen zum militärischen Klassenkampf erzogen wurden, befolgten diese Botschaft von
Jesus. Keine Gewalt. Und damit machten sie die Friedliche Revolution möglich, die überhaupt erste gelungene Revolution in der deutschen Geschichte. Für mich ist das ein Wunder biblischen Ausmaßes.
Die Fortsetzung des spannenden Berichts steht bei chrismon.

veröffentlicht von Veronika Heckel am 9. Oktober 2009
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