
Es war einmal ein hübscher kleiner Ort, Burgholzhausen vor der Höhe, der hatte ein malerisches Ortsbild, einen Bahnanschluss, ein Neubaugebiet, 2 schöne Barockkirchen, aber eines fehlte noch, ein Posaunenchor.
Im Nachbarort gibt’s zwar einen, aber es wäre doch schön, wenn wir auch hier einen hätten. Mit 2 Bläsern ist ja schon die Hälfte der Stimmen besetzt, und wenn wir noch 2 dazu hätten…
Nach einem Aufruf im Gemeindebrief und in der Zeitung hat sich immerhin eine Bläserin gemeldet:
„Ich hab zwar keine Zeit, weil ich schon in zwei anderen Musikvereinen mitspiele, aber wenn in Burgholzhausen was gemacht wird, da mach ich mit.“
So haben wir am 1. Weihnachtsfeiertag 2006 zu dritt im Gottesdienst mitgespielt. Der Anfang war gemacht.
Das ehrgeizige Ziel für die Weiterentwicklung war: Jedes Jahr mindestens ein Bläser mehr.
Am Erntedankfest dieses Jahr waren es 12 Bläser.
Am Anfang haben immer wieder Bläser aus benachbarten Chören ausgeholfen.
Aber mit der Zeit wächst auch der örtliche bläserische Nachwuchs heran.

Bild: Irene Daniel
Eine gezielte Werbeaktion in der Grundschule, verbunden mit einer Posaunenchor-AG hat guten Zuwachs gebracht, und auch so haben immer wieder Kinder und Erwachsene das Angebot angenommen, ein Instrument zu lernen und im Posaunenchor mitzuspielen.
Mittlerweile ist der Posaunenchor eine feste Größe im Ort und braucht sich über Mangel an Auftrittsmöglichkeiten nicht zu beklagen.
Wir spielen sowohl in der Kirche, insbesondere an den Festtagen, als auch bei Festen im Ort.
Zum Glück ist es nicht immer so kalt wie bei der Burgholzhäuser Weihnacht vor 2 Jahren, als einige Instrumente so eingefroren sind, dass sie nicht mehr spielbar waren und ich meine Posaune auch erst auf dem Grill auftauen musste.
Eine Besonderheit ist sicherlich die ökumenische Beteiligung und Betätigung.
Ein nicht unerheblicher Anteil der Mitspieler ist katholisch, bis hin zum Ausbilder, und daher sind wir auch gelegentlich in der katholischen Gemeinde zu hören.
Ein besonderes Highlight war die Teilnahme am deutschen Posaunentag 2008 in Leipzig mit 16000 Bläsern. Auch sonst fahren wir immer wieder auf Bläsertreffen, auch das Fortbildungsangebot des Posaunenwerks unserer Landeskirche wird gerne angenommen. Bei der Bläsermusik zur Eröffnung der Traumkirche auf dem Hessentag in Oberursel waren wir mit einem nicht unerheblichen Anteil vertreten.
So blicken wir dankbar zurück und nach vorne und hoffen, dass der Posaunenchor noch viele Jahre spielt zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen.
Und wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, mitzumachen, können Sie sich gerne melden bei
Veronika Heckel (Posaunenchorleiterin)
Dr. Stefan Daniel (Nachwuchsausbilder)
Tel. 06007 / 917250 posaunenchor(at)kirche-burgholzhausen.de
eingestellt von
Veronika
Heckel am
4. Dezember 2011
in
Posaunenchor |