Evangelische Kirchengemeinde Burgholzhausen

Tod

“Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.”

Über Tod und Sterben

Wir alle müssen mit dem Tod leben. So paradox es klingen mag, Leben und Tod bedingen sich gegenseitig. Es gibt kein Leben ohne Tod, und keinen Tod ohne Leben.

Wir kennen diesen Zusammenhang, der Wechsel der Jahreszeiten lebt ihn uns vor, aber darin einzuwilligen ist etwas ganz anderes.

Der Tod nimmt uns die Menschen, die wir am liebsten haben, und mit ihnen verlieren wir einen kostbaren Teil unseres Lebens. Wir sterben mit und wissen, dass es von an nie mehr so sein wird, wie es einmal war.

Wir spüren unsere Vergänglichkeit und darin auch die Sinnlosigkeit allen menschlichen Tuns. Es ist kaum mehr als „Haschen nach Wind“, wie einmal der Prediger Salomo in der Bibel geschrieben hat. Der Tod eines Menschen, der uns verbunden war, kann unser ganzes Leben ins Wanken bringen. Auf einen Schlag ändert sich plötzlich alles und wir müssen wieder ganz von vorne anfangen. Dazu ist Trauerarbeit nötig. In vielen kleinen Schritten müssen wir uns darüber verständigen, was war, was wir verloren haben und wie es weiter gehen soll. Es ist ein schmerzhafter Weg, der uns bestimmt ist. Ein Weg, wie im finstern Tal, auf dem wir uns erst zurechtfinden müssen, auf dem uns Gott begleiten möge.

Im christlichen Glauben wird der Tod nicht nur als der letzte Feind verstanden, den wir überwinden müssen, sondern auch als Weg. Christus musste diesen Weg gehen, um wieder mit seinem göttlichen Ursprung vereint zu sein, und in gewisser Weise ist der Tod auch für uns ein Weg. Ein unvermeidlicher Weg zu Gott im Himmel, ein Weg, welcher ewiges Leben verheißt, wie auch immer wir das jetzt verstehen mögen. Es ist merkwürdig, erst die Begrenzung durch den Tod, macht unser Leben so kostbar, wie wir es empfinden, wenn uns jemand verlässt. Erst unsere Vergänglichkeit verleiht unserem Leben Sinn und Würde. Erst die Zeit macht uns zu dem was wir sind. Und wenn unsere Zeit abgelaufen ist, geben wir das Geschenk unseres Lebens zurück in Gottes Hände und hoffen, dass das Zeitliche gesegnet wird und nicht verloren geht.

Die Trauerfeier

  • Vor der Trauerfeier versammeln sich die Angehörigen am Eingang der Friedhofskapelle.
  • Vor dem Sarg können Sie ein stilles Gebet sprechen, bevor Sie sich auf Ihren Platz begeben.
  • Pfarrer/in eröffnet die Trauerfeier mit einem Gebet und einer Lesung aus der Bibel.
  • Darauf folgt ein Lied oder ein musikalischer Beitrag.
  • In der Beerdigungsansprache würdigt der Pfarrer / die Pfarrerin das Leben des verstorbenen Menschen im Lichte des Evangeliums. Ein Bibelwort wird ausgelegt. Anschließend stimmt die Gemeinde erneut ein Lied an oder es erklingt Musik.
  • Die Trauerfeier in der Kapelle schließt mit Gebet und Segen.
  • Bei einer Beerdigung wird die Trauerfeier dann am Grab fortgesetzt. Die Angehörigen folgen dem Sarg bis zum Grab. Dort wird das Vaterunser gesprochen und der Abschiedssegen gesprochen.

 

Wenn der Tod eintritt

Das können Sie tun:

Wenn der Tod zuhause eintritt, müssen Sie einen Arzt bzw. Ärztin rufen, damit ein Totenschein ausgestellt wird.

Der Leichnam darf nach Eintritt des Todes bis zu 36 Stunden im Hause bleiben, dabei sind gewisse Hygienemaßnahmen zu treffen. Sie können ein Bestattungsunternehmen zu Rate ziehn.

Viele Krankenhäuser und Pflegeheime haben besondere Räume in denen Verstorbene aufgebahrt werden können. Diese Umgebung kann Ihnen beim Abschied nehmen helfen.

Sprechen Sie am Sterbebett ein Gebet,ein Vaterunser z. B. oder ein Segenswort und nehmen Sie sich Zeit zum Abschied nehmen.

Oft ist es auch möglich Kerzen anzuzünden.

Sie können Blumen oder ein Kreuz, oder einen anderen wichtigen Gegenstand in die Hände des Verstorbenen legen.

Sie können einen Pfarrer / Pfarrerin rufen

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Fragen zur Beerdigung

Was ist wenn der/die Verstorbene aus der Kirche ausgetreten war?

Wer aus der Kirche ausgetreten ist, will wahrscheinlich auch nicht kirchlich beerdigt werden. Der Wille des Verstorbenen sollte gewürdigt werden. Sie können in diesem Fall einen sogenannten konfessionslosen Redner bestellen, der die Trauerfeier gestaltet. In Ausnahmnefällen kann aber auch Ihr Pfarrer/in die Beerdigung übernehmen.

Was kostet die kirchliche Trauerfeier

Die kirchliche Beerdigung kostet Sie grundsätzlich nichts.Für die Nutzung der Friedhofskapelle werden allerdings meistens Gebühren erhoben.

Was ist bei der Auswahl des Sarges und des Blumenschmuckes zu beachten?

Die Kosten für den Sarg und den Blumenschmuck sind sehr unterschiedlich. Ein würdevoller Abschied verlangt nicht nach der teuersten Lösung. Reden Sie mit Ihrem Bestattungsunternehmen.

Welche Musik kann gespielt werden

In vielen Friedhofskapellen stehen sowohl eine Orgel als auch ein CD-Player zur Verfügung. Eine Organistin kann die Trauerfeier begleiten und gewünschte Lieder spielen. Sprechen Sie bitte über die Musik mit Ihrem Pfarrer/in.

Gibt es eine ökumenische Bestattung

Eine Bestattung erfolgt in der Regel in der Konfession der oder des Verstorbenen. Ausnahmen sind möglich.

Kann jemand, der sich das Leben genommen hat, kirchlich bestattet werden?

Ja, eine Selbsttötung ist kein Hinderungsgrund für eine kirchliche Beerdigung.

Welche Angebote hält die Kirche noch bereit?

In vielen Kirchengemeinden gibt es Besuchsdienste und Gruppen für trauernde Angehörigen. Besondere Angebote wenden sich z. B. an Eltern, die ein Kind verloren haben, oder an Angehörige nach einem Suizid in der Familie.

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